dr. phil. robert dennhardt, 7. Februar 2010 0
Stille im Kanal
Nach Jahren des Rauschens tatsächlich einmal Totenstille im Facebook-Kanal:

dr. phil. robert dennhardt, 7. Februar 2010 0
Nach Jahren des Rauschens tatsächlich einmal Totenstille im Facebook-Kanal:

Peter Koval, 3. Februar 2010 1
Vom Experimentiertisch zu Electronic Design Automation (EDA). Aus der Geschichte des Schaltplanentwurfs von 1875 bis 1975 (am 4. Februar 2010 in Paderborn von 16:45 bis 17:30)
Von der Tagung Unsichtbare Hände.
dr. phil. robert dennhardt, 1. Februar 2010 0
“So ist es heute, ärger noch, wie es scheint, gefährlicher, schwerer noch für den geistigen Menschen, sich anständig zu halten und zu stellen gegen den absurden Tag.”
Thomas Mann in einem Brief an Hermann Hesse vom Juni 1952. Zitiert nach: Wahlverwandtschaft mit Goethe, in: FAZ, Nr. 163, Samstag, 17. Juli 1999, S. II.
dr. phil. robert dennhardt, 1. Februar 2010 0
(1980) Anhang
Den folgenden Text habe ich tatsächlich zur Präsentation des malerischen Werks von Antonio Fomez nach den Regeln der postmodernen Zitierwut geschrieben (vgl. Antonio Fomez, Da Ruopolo a me, Studio Annunciata, Mailand 1982).
Um dem Leser (zum Begriff des Lesers vgl. D. Coste, “Three concepts of the reader and their contribution to a theory of literary texts”, “Orbis litterarum” 34,1980; W. Iser, “Der Akt des Lesens”, München 1972; “Der implizite Leser”, München 1976; U. Eco, “Lector in fabula”, Mailand 1979 [dt. München 1987]; G. Prince, “Introduction à l’étude du narrataire”, “Poétique” 14, 1973; M. Nojgaard, “Le lecteur et la critique”, “Degres” 21,1980) einige neue Intuitionen zu vermitteln (vgl. B. Croce, “Estetica come scienza dell’ espressione e linguistica generale”, Bari 1902; H. Bergson. “Ceuvres”, Edition du Centenaire, Paris 1963; E. Husserl, “Ideen zu einer Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie”, Den Haag 1950) über die Malerei (zum Begriff Malerei vgl. Cennino Cennini, “Trattato della pittura”; Bellori, “Vite d’artisti” Vasari, “Le vite”; P. Barocchi [Hrsg.], “Trattati d’arte del Cinquecento”, Bari 1960; Lomazzo “Trattato dell’ arte della pittura”; Alberti, “Della pittura”; Armenini, “De’ veri precetti della pittura”; Baldinucci, “Vocabolario toscano dell’ arte del disegno”; S. van Hoogstraaten, “Inleyding tot de Hooge Schoole der Schilderkonst”, 1678, VIII, i, 8.279 ff.; L. Dolce, “Dialogo della pittura”; Zuccari, “Idea de’ pittori”) von Antonio Fomez (zu einer allgemeinen Bibliographie vgl. G. Pedicini, “Fomez”, Mailand 1980, besonders S. 60-90), müßte ich eine Analyse (vgl. H. Putnam, “The analytic and the synthetic” in “Mind, Language and Reality” 2, London/Cambridge 1975; M. White [Hrsg.], “The Age of Analysis”, New York 1955) in Gestalt (vgl. W. Köhler, “Gestalt Psychologys” New York 1947; P. Guillaume, “La psychologie de la forme”, Paris 1937) vollkommener Unschuld und Unvoreingenommenheit bewerkstelligen (vgl. Piaget, “La representation du monde chez Penfant”, Paris 1955: G. Kanizsa, “Grammatica del vedere”, Bologna 1981). Das aber ist ein Ding (zum Ding an sich vgl. Kant, “Kritik der reinen Vernunft”, 1781-1787) der Unmöglichkeit in dieser Welt (vgl. Aristoteles, “Metaphysik”) der Postmoderne (vgl. vgl. ((vgl. (((vgl. vgl.)))))). Darum sage ich hier nichts (vgl. Sartre, “L’ être et le néant”, Paris 1943), und mir bleibt nur zu schweigen (vgl. Wittgenstein, “Tractatus”, 7). Entschuldigen Sie, vielleicht ein anderes (zum Begriff des anderen vgl. J. Lacan, “Ecrits”, Paris 1966) Mal (vgl. E. Violletle-Duc, “Opera omnia”).
Umberto Eco, Wie man einen Ausstellungskatalog bevorwortet, in: Ders., Wie man mit einem Lachs verreist (1992), Hanser, München 1993, S. 71f.
Peter Koval, 14. Januar 2010 0
Dr. phil. Reinhard Wendler, 7. Januar 2010 0
„Bei einem Tag handelt es sich um ein Schlagwort, das zum Produkt passt.“
(Schönen Tag auch! Das Wort klein zu schreiben und kursiv zu setzen wäre vielleicht klarer, aber sicherlich nicht halb so schön.)
Peter Koval, 10. Dezember 2009 1
Schon das globale Lininendenken bei Carl Schmitt (Der Nomos der Erde im Völkerrecht des Jus Publicum, Berlin 1974, S. 55f.) wies der Geometrie eine strategische Rolle zu. Da jeder rechtlichen Ordnung eine Landnahme vorausgehe, hat man es – wegen des Oberflächencharakters der Erde – meist mit Flächenfiguren zu tun. Komplexer wird es, wenn man die Fläche verlässt; ob mit U-Booten, Flugzeugen oder Internet.

Ungeachtet der technischen Verfügbarkeit des Raumes, nehmen die operativen Figuren der Governance-Geometrie auch heute … »
Peter Koval, 3. Dezember 2009 1
Dr. phil. Reinhard Wendler, 1. Dezember 2009 1
Augensprünge vor einem Bild werden in der Wahrnehmungspsychologie bekanntlich als “sakkadische” oder „ballistische Bewegungen“ bezeichnet. So heißt es etwa bei Julian Hochberg: „Wohin man blicken wird, ist im voraus festgelegt. Der ‚Inhalt‘ jedes einzelnen Blicks ist also gleichsam immer eine Antwort auf die Frage nach dem, was gesehen wird, wenn irgendein Teil der peripher gesehenen Szene auf die Fovea gebracht wird.“ (Hochberg 1977, 80). Diesem Beschuss der Bilder durch das Auge setzt der Werbeforscher Werner Kroeber–Riel mit der bekannten Formel der „schnellen Schüsse ins Gehirn“ den Beschuss der Augen durch die Bilder entgegen (Kroeber-Riel 1993, 53).
In der Zusammenschau beider Bemerkungen zeigt sich, dass dem visuellen Schuss ins Gehirn immer eine Augenbewegung auf das Bild, dem Erleiden also ein Zulassen vorausgehen muss. … »
Dr. phil. Reinhard Wendler, 20. November 2009 1
Die Zeichnung, die Charles Darwins um das Jahr 1837 in sein Notebook B eintrug, wurde mehrfach als Glücksfall der Wissenschaftsgeschichte bezeichnet, weil Darwin zu schreiben begann: „I think“, dann aber zeichnend fortfuhr und so das erste Zeugnis der im Entstehen begriffenen Evolutionstheorie nicht in Form eines Textes, sondern einer Zeichnung hinterließ. Darwins Eintrag gilt daher im gegenwärtigen Paragone von Bild und Wort als Zeugnis der grundsätzlichen Fundiertheit des wissenschaftlichen Denkens im Bilden und im Bild.
Schon Howard E. Gruber hatte die Zeichnung als bedeutend gekennzeichnet (Darwin´s Tree of Nature and Other Images of Wide Scope, in: ders., Katja Bödeker (Hg.), Creativity, Psychology, and the History of Science, Dordrecht, Boston 2005, S. 241–258, hier 247f). … »
Peter Koval, 8. November 2009 0
In einem interessanten Interview prophezeite neulich Linda Stone, ehemals eine Managerin bei Apple und Microsoft, dem Bioadapter eine große Zukunft – als positivistisches Regulativ der Mensch-Computer-Interaktion in Form von ludischen Verkörperungen des nichtinvasiven Feedbacks. Eigentlich müsste man dem Spiel mit sich selbst überlegen sein.
Vierzig Jahre nach der Veröffentlichung Oswald Wieners „Roman“ sind wir zwar immer noch nicht von der Philosophie durch Technik befreit, dafür wird die Verbesserung ohne Mitteleuropa geplant und ganz ohne Ironie gemeint. (Vgl. Oswald Wiener, Die Verbesserung von Mitteleuropa, Roman, Reinbek b. Hamburg 1969.)
Peter Koval, 4. November 2009 5
In einer wunderbar „unscharfen“ und gehaltvollen Habilitationsschrift untersucht Volker Boehme-Neßler das Aufeinandertreffen von Digitalisierung und Recht. (Volker Boehme-Neßler, Unscharfes Recht. Überlegungen zur Relativierung des Rechts in der digitalisierten Welt, Berlin 2008.)
Durch die Digitalisierung wandeln sich die Aufgaben des Rechts ebenso wie seine Instrumente. Dieser Veränderungsprozess, der gerade erst beginnt, muss theoretisch und dogmatisch erfasst und für die Praxis operationabel gemacht werden. Die deutliche Tendenz zur digitalen Unschärfe in der Lebenswelt und im Recht ist eine dreifache Herausforderung – für die Rechtstheorie, für die Rechtsdogmatik und für die Rechtspolitik. (S. 665)
Es gilt also, Unschärfe als Methode … »
Dr. phil. Reinhard Wendler, 29. Oktober 2009 2
Diese Studie für eine diatomische Tonleiter, arrangiert für eine Cyanogen-Band, zirkulierte 1942 in Princeton.

Vermutlich wurde sie von der dort ansässigen Abteilung des American Institute for Useless Research produziert. … »
dr. phil. robert dennhardt, 18. Oktober 2009 4
Bereits 1922 beschwor Kafka jene Gespenster und Dämonen, die den Sinn des Geschriebenen unverständlich oder gar nicht an ihren Zustellungsort gelangen lassen:
Geschriebene Küsse kommen nicht an ihren Ort, sondern werden von den Gespenstern auf dem Wege ausgetrunken.
Franz Kafka, Briefe an Milena, März 1922, herausgegeben von J. Born, Frankfurt/M. 1986, S. 302. Zitiert nach: B. Siegert, Relais. Geschicke der Literatur als Epoche der Post 1751 – 1913, Berlin 1993, S. 270.
Seit der ersten versendeten eMail im Jahre 1969 haben diese Gespenster einen Namen. Sie heißen Mailer-Daemon.
Peter Koval, 16. Oktober 2009 0
Ein nicht unwesentlicher Teil der PhD-Armada bei Intel beschäftigt sich mit dem Menschen und seiner Zukunft. Eigentlich müssten die Maschinen auch ohne uns auskommen, meinte endlich Prasanna Mulgaonkar, der Chef von Networking Technologies Lab. Die Rechner würden uns unsere Ortsbestimmung geben, allerdings nur, … »
Dr. phil. Reinhard Wendler, 14. Oktober 2009 9
Die Geschichte vom Esel Buridan ist ja bekannt: Er verhungert, weil er sich nicht zwischen zwei Heubündeln entscheiden kann. Weniger bekannt ist hingegen die Erklärung, die Leibniz dafür fand, dass sich ein solches Geschehen niemals ereignen kann:
„Denn das Weltall kann nicht durch eine mitten durch den Esel gelegte vertikale Ebene in zwei Hälften zerschnitten werden, derart, daß auf beiden Seiten alles gleich und ähnlich ist [...]. Weder die Teile des Universums noch die tierischen Eingeweide sind untereinander ähnlich und auf beiden Seiten dieser vertikalen Ebene gleichmäßig angeordnet. Es wird also immer, auch wenn wir nichts davon merken, vieles innerhalb und ausserhalb des Esels geben, was ihn bewegt, lieber auf die eine als auf die andere Seite zu gehen.
Wenn nun zwar auch der Mensch frei ist, der Esel aber … »
Peter Koval, 13. Oktober 2009 1
Noch bis zum 7. November kann man eine SMS „an Fische“ im East River in New York verschicken. Postwendend bekäme man eine Antwort mit lokalen Sensordaten. Was da an eine unschuldige Travesite des Turing-Tests erinnert, ist ein öko-ästhetisches Kunstprojekt:
Instead of treating the water as a reflective surface to mirror our own image and our own architecture, the project establishes a two-way interface between environments of land and water. (Mehr hier)
Diesseits des Atlantiks – man würde denken – gibt die Illusion der Kommunikation einen Anlass zur medienästhetischen Aktualisierung. Denn was sonst könnte … »
dr. phil. robert dennhardt, 8. Oktober 2009 4
Ist die Welt nun Korollar oder Sonderfall natürlicher Einstellung? “Natürliche Einstellung” meint bei Husserl nicht persönliche Lebenshaltung, sondern eine Grundbestimmung des In-der-Welt-Seins als Ermöglichung von Einstellung an sich.
Das philosophisch-wissenschaftliche Denken thematisiert die Welt, die in der natürlichen Einstellung schlechthin aller Thematisierung entzogen war. Aber die von der Philosophie und Wissenschaft thematisierte Welt ist diesselbe wie die der natürlichen Einstellung. Sie bleibt also das prinzipiell unthematisierte Korrelat der natürlichen Einstellung. (Fußnote) Diese Unthematizität für die natürliche Einstellung ist – das sei noch einmal unterstrichen – die Husserlsche Grundbestimmung der Welt und damit dann auch der Lebenswelt.
Diesen zu thematisierenden Thematizitatismus der Welt gefunden in Klaus Held, Husserls neue Einführung in die Philosophie, in: Carl Friedrich Gethmann (Hg.), Lebenswelt und Wissenschaft. Studien zum Verhältnis von Phänomenologie und Wissenschaftstheorie, Bouvier, Bonn 1991, S. 92f.
Peter Koval, 7. Oktober 2009 0
Eine Frage der Zeit: Was würde schon passieren, wenn man, sagen wir in den deutschsprachigen Bildwissenschaften, flächendeckend seine Notizbücher teilen würde?
Open Notebook Science is the practice of making the entire record of a research project publicly available online, along with all raw and processed data, and any associated material, as the data is generated.
Ein Interview mit Jean Claude Bradley hier.
Peter Koval, 6. Oktober 2009 0
Erik Brynjolfsson ist unter anderem mit seinem Versuch bekannt geworden, das so genannte IT-Produktivitätsparadoxon zu entmachten. Ist es der Produktivität seiner früheren Arbeit verschuldet, wenn er heute, sechzehn Jahre später ein so unproduktives Buch (E. Brynjolfsson, A. Saunders, Wired for Innovation. How Information Technology is Reshaping the Economy, Cambridge (Mass.), London, 2010.) herausbringt? Oder braucht er etwa einen neuen Rechner?
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