Peter Koval, 15. August 2010 0
Palmblatt als Lochkarte
Durch das Loch betrachtet gehört dieses handschriftbildlich verzierte Palmblatt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wohl zu den sinnlichsten Lochkarten der Geschichte. … »

Peter Koval, 15. August 2010 0
Durch das Loch betrachtet gehört dieses handschriftbildlich verzierte Palmblatt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wohl zu den sinnlichsten Lochkarten der Geschichte. … »
Peter Koval, 4. März 2010 0
Wie eine Theorie aussehen kann, die „nicht nach Positionen fragt, sondern nach dem, was jede Position voraussetzt“, versucht seit einigen Jahren der österreichische Rechtstheoretiker und -informatiker Friedrich Lachmayer vor Augen zu führen. Eine Auswahl seiner anregenden Präsentationen findet man hier.
Unlängst publizierte er in einem Blog einen neuen Bildsatz, mit dem er über die Folgen der Verstärkten Aufmerksamkeit für das Bildsein, das Multimediasein, oder letztlich das Multisensorischsein der Rechtstheorie nachdenkt:
Vielleicht könnte man diesen … »
Prof. Dr. Peter Bexte, 22. Februar 2010 4

Abb. aus Michel Serres: La Légende des Anges, Paris 1993.
Wolken und Wörter im Zwischenraum. Es ist das Reich der Operatoren und Vektoren, der logischen Schalter und sprachlichen Ausdrücke wie “in”, “auf”, “unter”, “über”, “vor”, “zwischen” usw. Der Zwischenraum ist der Raum des “zwischen”, kurz: der Präpositionen. Dort zeigt sich ein eigenartiger Hang zur Begriffslosigkeit, denn Begriffe sind Substantive. Wie aber sähe eine Theorie aus, die sich weniger um Begriffe = Substantive kümmern würde, als vielmehr um jene anderen Wörter? … »
Peter Koval, 28. September 2009 3
Erinnern und Vergessen als Sonderfälle des Schreibens schreiben auch sich selbst: Erinnern des Erinnerns, Vergessen des Erinnerns, Vergessen des Vergessens und Erinnern des Vergessens gehen auch über eine zweidimensionale Welt hinaus.
Vor fünfzehn Jahren wollte Bernard Stiegler noch an das Vergessen von (Epimetheus’) Vergessen erinnern. (Wer die noch nicht verdeutschte Fassung von Technik und Zeit las, wird eher Gebauer zustimmen, als Hanimann: „Lob verdient die in Wortpräzision und Sinnzusammenhang vorbildliche Arbeit der Übersetzer.“ Eben.)
Viktor Mayer-Schönberger will heute nur noch an das einfache Vergessen erinnern:
Today, with the help of widespread technology, forgetting has become the exception, and remembering the default.
(Delete: The Virtue of Forgetting in the Digital Age, Princeton 2009, S. 2. Schwingt da etwa de-fault mit?)
Ob man mit der Technik der Erinnerung auch die Erinnerungstechnik Stieglers vergessen haben wird?
Peter Koval, 17. September 2009 1
Von Recht und Freiheit war die Rede, gemeint war das Papier. Das könnte man sich spätestens seit Harold Innis’ Empire and Communications (Toronto, 2007) denken. Während hierzulande der Heidelberger Apell zumindest als politischer Diskussionsstoff im Umlauf war … »
Peter Koval, 4. August 2009 0
Daß Modelling seiner Doppeldeutigkeit auch im CAD Rechnung trägt, war bereits seit dem ersten Jahrgang der Zeitschrift Computer Aided Design (1968) nicht zu übersehen. Die Winterausgabe von 1971 (S. 46) dokumentiert eindrücklich die Konjunktur des Kurzröckigen. Es mag sogar der Endruck entstehen, daß die computermöblierten Räume damals beinahe von jungen Damen bewohnt wurden:
All die Frauen- und Gerätebilder zusammenzutragen und sie auszustellen wäre doch ein lohnenswertes Unterfangen.
Peter Koval, 18. Juli 2009 1
Moderne/Wissenschaft/Postmoderne/Technik. In einem “Artikel” zeichnet Paul Forman dieses Viereck – wer es nicht kennt – als Frage nach den Fragen oder auch Ideologie. [Paul Forman: The Primacy of Science in Modernity, of Technology in Postmodernity, and of Ideology in the History of Technology. In: History and Technology, Vol. 23, No. 1/2, March/June 2007, S. 1-152. Der ganze lesenswerte "Artikel" hier.] Als sich Lorraine Daston vor der Frage nach ihrer eigenen Methode bei der Präsentation auch ihrer “Objektivität” gedrückt hat, lag es an der Transparenz der Technik oder der Ideologie?
dr. phil. robert dennhardt, 10. Juli 2009 2
In einem für das hier behandelte Thema interessanten Beitrag zur Wahrnehmung des Alltags aus dem Jahr 1991 beschäftigt sich Friedrich Wilhelm Heubach [Der Alltag als Kunststück, in: H. Fritzek/A. Schulte (Hg.), Wirklichkeit als Ereignis, Band 2, Bonn 1991, S. 339-358.] mit dem Phänomen, daß der Alltag landläufig als grau wahrgenommen wird. Seiner Hypothese zufolge konstruieren wir uns den Alltag lieber als einengend, grau und eintönig, als ihn immer aktiv und frei gestalten zu müssen. Dies sei psychologisch viel schwieriger, der grau gehaltene Alltag daher eine seelische Entlastung.
Doch wie verhält sich dies heute? Die Rahmenbedingungen haben sich so verändert, daß die erlebte Tonalität des Alltags sich von „grau“ in „stressig“ gewandelt hat. Dennoch gibt es eine Parallele zu Heubachs Analyse, denn es ist auffällig, wie auch heute der Alltag nach wie vor eher als „Gegenüber“ erlebt wird, mit Anforderungen, die es zu erfüllen gilt. Die individuellen Freiräume werden meistens gar nicht als solche erlebt; im Vordergrund steht mehr das Gefühl, vom Stress getrieben zu sein [aufgrund des kollektiven Phantasmas, wonach „freie Zeit=sinnloses Dasein=schlechtes Gewissen“, RD].
Von daher liegt der Schluss nahe, … »
Peter Koval, 3. Juli 2009 0
Ein weiterer Fund zur Entwurfsautomatisierung (design automatization). Das “Computervision Designer System” mit einer interaktiven grafischen Benutzerschnittstelle (unten links) war – selber ein Raum voll Elektronik – für den Entwurf von gedruckten Schaltungen vorgesehen (unten rechts). Eine Druckerei, die sich selbst druckt, wenn man so will. Oben die Befehlstabelle und in der Mitte, wie im vorherigen Beitrag, das Design des Designs. Selbstredend im Flussdiagramm.
Philippe Villers: A minicomputer based interactive graphics system as used for electronic design and automation. In: Proceedings of the 15th Design Automation Conference. New Jersey 1978. S. 447 u. 449.
David R. Johnson: PC Board Layout Techniques. In: Proceedings of the 16th Design Automation Conference. New Jersey 1979. S. 337 u. 341.
Peter Koval, 25. Juni 2009 0
Peter Koval, 25. Juni 2009 0
Wo liegt da die Ortung? Im Netz der Ordnung?
Once we know how bots are commanded, we could infiltrate the botnet so that we can inject commands ourselves. … While it is technically possible to take over most botnets, legal aspects must be taken into consideration. … proactively fighting botnets requires immediate political and international consenus.
Mehr aus Tallin und Bonn hier.
Peter Koval, 24. Juni 2009 0
dr. phil. robert dennhardt, 21. Juni 2009 0
hier mein start-bild für den faldr. der linke und rechte teil der dyade zeigt falten. links eintrag in meinem zettelkasten, als eine ein-faltung des assoziativen denkens im sinne foucaults, wonach das “denken des aussen” stets das andere eines diskurses ins hier des diskurses zu falten vermag. rechts ein kunstwerk: weisse gefaltete leinwand. die schatten sind das MEHR…
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