Peter Koval, 9. Februar 2010
Vampire, Flanellbälle und die Signifikanz des Narrativen
Man nehme irgendeinen Gegenstand, ein kurioses oder auch ganz banales Findlding zum Beispiel, und denkt sich dazu eine Geschichte aus. Rob Walker und Josh Glenn wetteten in ihrem Projekt Significant Objects, dass sich eine solche, auf ein Ding getragene, in das Ding eingeschriebene Narration in seinem Wert objektiviert, ihm weitgehend eigen wird.
(Mehr zum Bild hier.) Die Wette ging anscheinend auf. Man könnte SignificantObjects zum (sinnbildlichen) Gegenstand des wissenschaftshistorischen oder diskursanalytischen Interesses machen, man könnte die Signifikanz des Projekts aber auch als eine Heraus- oder Aufforderung der ersten (an die zweite) Ordnung lesen. Es sei denn, die Objekte sind gefunden worden, um den schönen Geschichten, ihrer Vampire Creativity den Körper zu stellen.




der knopf als unausgeprochener bzw. ausdrücklicher rest ist das zentrum dieser signifikanz!
Ist das nicht ein Penny? Der dreiecksemiotische “Sinn”, das doch ausgesprochene Zentrum der ganzen Geschichte?
Der Penny als insignificant object, den jeder kennt und niemand braucht, dient hier schlicht zur Kennzeichnung der Größe bzw. Kleinheit des significant object. Das Bild macht das significant object klein, damit die Bedeutung der verbalen Sinnstiftung umso größer erscheinen kann. Visuelle Kommunikation.