Twitcaps, Picfog & co. Zu klickfreien Querungen der Bilderströme

Schließlich messen wir eine Kultur nicht an den unverhüllten Trivialitäten, die sie hervorbringt, sondern an dem, was sie für bedeutsam erklärt,

schrieb Neil Postman in seinem Buch mit einem inzwischen ziemlich verstaubt klingenden Titel: Wir amüsieren uns zu Tode. Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie. (Frankfurt am Main, 1988, hier 2002, S. 27.)

Die “medienökologische” Überforderung, auf die Postman Ende 1980er reagierte, kam vom Fernsehen – jener Einbahnstrasse der Attraktionen, die mit einem Jog Dial in der Fernbedienungshand nur noch schneller abgefahren werden konnte. Eine Dekade später schien das Klicken im Internet gegenüber dem Zappen wie spontanes Wellenreiten. An der bequemen Sitzsituation änderte sich wenig: Couch-Potato wurde zum Drehstuhlsack.

Immerhin wird der Rücken ein wenig entlastet, wenn heute, eine weitere Dekade später, … »

Was-auch-immer-B-Gone

Ob damit ein philosophisches oder praktisches Aus gemeint wird, das Gemachtsein der “medialen Transparenz” wird in der Produkternte von Cornfield Electronics wörtlich greifbar. Der Schlüsselanhänger, der zugleich eine universale Ein-Aus-Fernbedienung beherbergt, kann das Viewing mit einem Knopfdruck wieder zu Public machen. Egal wo und ganz legal. Mehr hier.

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