dr. phil. robert dennhardt, 22. August 2009 1
Die Mär vom Netzwerk(eln)
Ein erhellender Beitrag von Tilman Allert zur verschwimmenden Bedeutung von beruflichem Tun und Lassen mit dem Titel “Die Sorge hat keine Adresse mehr. In der Krise reagiert der Mittelstand ohne Panik. Seit er sich daran gewöhnt hat, Familie, Schule und Beruf durch Netzwerke zu ersetzen, ist er resistent gegen Empörung.”
Wichtiger jedoch ist, dass Netzwerke Zugehörigkeiten bieten jenseits der als zu schwerfällig wahrgenommenen Organisationen und Verbände. Sie entwickeln keine milieuhafte Verbindlichkeit mehr, ihre soziale Integrationskraft bleibt gering. Ist das Netzwerk zur Organisationsform der Gegenwart avanciert, die überlieferte Loyalitäten zur professionellen community, etwa der Universität, in der man gelernt hat, zerbröseln lässt, so wird die peer group ihre typische Sozialgestalt und das “Projekt” glanzvoller Ausdruck vorübergehender Bedeutsamkeit.
Der ganze FAZ-Artikel.

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