Gesetzmäßigkeit des Ansehensverlusts

Francis Crick charakterisierte im Gespräch mit Horace Judson einmal die technischen Fortschritte in der molekularbiologischen Forschung als eine Gesetzmäßigkeit, die vage an das Mooresche Gesetz erinnert:

“Die Liste der Techniken [wie kristallographische Röntgenanalyse, automatische Messung von Reflexintensitäten, Datenanalyse "mit sehr schnellen Computern"] ist nichts Statisches – und sie werden immer schneller. Wir haben eine Redewendung im Laboratorium, daß die Schwierigkeit eines Projekts innerhalb von zehn Jahren vom Nobelpreisniveau auf das Niveau einer Doktorarbeit absinkt!” (Horace Judson, Der 8. Tag der Schöpfung. Sternstunden der neuen Biologie, München, Wien 1980, 150)

Dieser Regel zufolge wäre die Ermittlung der Struktur der DNA heute, nach 57 Jahren, wohl nur geringfügig mehr als einen Anschiss wert. … »

Kittlers Hauptumschalte(r)

Ist nach der sogenannten “Hellenistischen Wende” mit “Musik und Mathematik” nun die “Prolegomena zu einer Medientheologie” Professor Dr. Friedrich Kittlers letzte Hauptumschalte seines medienphilosophischen Oeuvres?


Abbildung von 1883.

Die Frage nach den Fragen nach der Frage nach …

Moderne/Wissenschaft/Postmoderne/Technik. In einem “Artikel” zeichnet Paul Forman dieses Viereck – wer es nicht kennt – als Frage nach den Fragen oder auch Ideologie. [Paul Forman: The Primacy of Science in Modernity, of Technology in Postmodernity, and of Ideology in the History of Technology. In: History and Technology, Vol. 23, No. 1/2, March/June 2007, S. 1-152. Der ganze lesenswerte "Artikel" hier.] Als sich Lorraine Daston vor der Frage nach ihrer eigenen Methode bei der Präsentation auch ihrer “Objektivität” gedrückt hat, lag es an der Transparenz der Technik oder der Ideologie?

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